[ Startseite | Notdienstplan | Staufenkaiser | Kontakt ]
Friedrich Barbarossa, Grossvater von Friedrich II.  mit seinen Söhnen  Der Staufen-Adler Friedrich II. in einer Darstellung aus einem Falkenbuch Friedrich II. krönt sich 1229 zum König von Jerusalem
Der Staufer-Kaiser Friedrich II. Bedeutung für die Apotheker

Friedrich II. (1194 - 1250), ein Enkel Friedrich Barbarossas,  ist eine der faszinierendsten Herrschergestalten des Mittelalters. Mit vier Jahren wurde Friedrich bereits 1198 auf Wirken seiner Mutter hin zum König von Sizilien gekrönt. Und auf Betreiben des Papstes heiratete er bereits im Jahre 1209 die um 10 Jahre ältere Konstanze von Aragon.

1215 fand dann die Krönung zum deutschen König in Aachen statt und 1220 empfing Friedrich die Kaiserkrone in Rom.

Friedrich beschränkte seine Tätigkeit zeitlebens auf Sizilien, besuchte die deutschen Lande nur sehr selten und musste daher den deutschen Fürsten während seiner Regentschaft viele Zugeständnisse machen.

Nach einem ersten gescheiterten Versuch, dessentwegen er vom Papst gebannt worden war, brach Friedrich erneut zu einem Kreuzzug auf und erreichte durch seine guten Beziehungen zur islamischen Welt den Vertrag von Jaffa, der die heiligen Städte für zehn Jahre den Christen überließ, aber den Mohammedanern freie Religionsausübung garantierte. Da Friedrich trotz dieses großen Erfolges gebannt blieb, krönte er sich 1229 selbst zum König von Jerusalem, ein Jahr später 1230 sprach ihn der Papst aber wieder frei vom Bann.

Im Jahr 1250 stirbt Friedrich schliesslich an einem Fieber.

Unter Friedrich II. wurden die Constitutiones medicinales (1231/1240) erlassen, die einen Wendepunkt in der mittelalterlichen Pharmaziegeschichte markieren.

In ihnen wird die Heilkunde von der Heilmittelkunde getrennt und die Pharmazie erstmals zum rechtlich selbständigen Beruf erhoben.

Es wurde ausserdem festgelegt, dass die Apotheken zum Schutze der Öffentlichkeit regelmässig insipziert werden müssen (was bis heute geschieht) und die Apotheker sich unter Eid verpflichten müssen, Arzneien gleichbleibend hoher Güte herzustellen.

Desweiteren wurde die Anzahl der Apotheken in einen bestimmten Gebiet festgelegt (diese Regelung ist inzwischen aufgehoben) und die Arzneipreise wurden behördlich fixiert (auch heute noch kostet das gleiche Arzneimittel in einer Apotheke in Flensburg genauso viel wie in der Apotheke in München).

 

  .

 

 
Zurück zur Homepage